Detecting Flash Player ...

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Auch wenn die Entwicklungszyklen in der Fahrradbranche weit kürzer ausfallen als etwa in der Automobilindustrie und unsere Entwickler deshalb im Jahresrhythmus mit Hochdruck an immer wieder neuen und perfekten Lösungen arbeiten,

so vergeht doch eine ganze Weile zwischen der ersten Idee und der finalen Umsetzung eines MERIDA-Bikes! Nur so kann jedes Produkt den höchsten Ansprüchen gerecht werden, die wir uns vorstellen können – Ihren Ansprüchen!

SIEBEN SCHRITTE ZUM MERIDA-BIKE

1. „Am Anfang ist die Idee“ – so lässt sich die Entstehungsgeschichte eines MERIDA-Bikes am besten beschreiben. Gemeinsam mit den Pro-Ridern unseres MULTIVAN MERIDA BIKING TEAMs sowie den in 70 Ländern tätigen Vertriebs-Profis, die den sich ständig bewegenden Fahrradmarkt international fest im Blick haben, definiert die Forschungs- und Entwicklungsabteilung um MERIDA-Chefentwickler Jürgen Falke das Lastenheft des neuen Bikes. Welche Anforderungen stellt der Kunde an das Rad und wird es etwa ein Alu- oder ein Carbonbike – oder soll es beide Versionen geben? Welche Trends haben die international führenden Fachmagazine aufgespürt und welche Entwicklungsschritte geht der Wettbewerb? Während dieser Konzeptdiskussionen beantworten die Entwickler die grundlegende Frage, was das Rad können muss.

2. In enger Zusammenarbeit zwischen dem MERIDA-Fahrwerks-Ingenieur Holger Krauss und dem verantwortlichen Designer Timo Wurz werden erste Konzeptstudien am Computer erarbeitet. Dabei haben die Entwickler stets das Ziel, den bestmöglichen Ansatz auf Konstruktionsebene zu erreichen – gestalterische Einschränkungen wie erforderliche Reifenbreiten, Beschränkungen durch Federwege oder etwa Rotorengrößen für Scheibenbremsen fließen in diese Gestaltungsarbeiten bereits mit ein. Professionelle Tools wie die „Igorion“-Suspension-Software oder die Pro-E 3D Festkörper- Simulation trennen machbare von nicht machbaren Geometrie-Lösungen.

3. Ab nach draußen! Auf Basis der Konzeptstudien werden erste Versuchsträger aus Aluminium geschweißt, die von den Ingenieuren und den MULTIVAN MERIDA-Profis auf Probefahrten in unterschiedlichstem Terrain auf Herz und Nieren getestet werden. Gewicht und Ausstattung spielen bei diesen Erlkönigen noch keine Rolle, einzig die später entscheidende Fahrwerksperformance und das geometriebedingte Fahrverhalten stehen im Fokus des Interesses.

4. Passt alles? Dann treten die Ingenieure in den Hintergrund und ab diesem Stadium toben sich die Designer aus: Verschiedene Optikvariationen werden erarbeitet, wobei strenge Vorgaben des Maximalgewichts, zu erreichender Steifigkeitswerte oder zu Fertigungsfragen von den Ingenieuren überwacht werden.

 

5. Die fertige Hülle des neuen Bikes steht, jetzt wird sie vom taiwanesischen Mutterkonzern mit Leben gefüllt. Nirgendwo auf der Welt findet sich mehr Bike-Fertigungs-Knowhow als in Taiwan – MERIDA als internationale Marke mit taiwanesischer Fertigung profitiert demnach doppelt von seinen Wurzeln. In Fernost entscheiden die Rahmenbauer, ob das gewählte Design aufgrund von Fragen der Produzierbarkeit noch überarbeitet werden muss oder die Werkzeuge angefertigt werden können. Je nach Rahmenmaterial geschieht die Fertigung „in house“ oder bei einem Premium-Produktionspartner etwa für Carbon-Verarbeitung.

6. Erste CNC-gefräste Vorserien-Modelle kommen aus Taiwan ins deutsche Magstadt. Bevor das erste Serienrad das MERIDA-Werk verlässt, wird jede einzelne Rahmenhöhe des neuen Modells nach der verbindlichen Europa-Prüfnorm EN14766 getestet. Erst wenn diese Prüfung plus MERIDA- Sicherheitspuffer bestanden wird, gelten die Vorserien-Modelle als reif für die Serienproduktion. Hausintern durchlaufen diese Modelle das komplette Prüfmaschinen-Programm nach dem renommierten „TOUR- Standard“, der Lenkkopf- und Tretlagersteifigkeit sowie Gabelkomfort und -seitensteifigkeit überprüft. Ergänzt werden diese Sicherheitsprüfungen durch Ermüdungstests bei externen Prüfpartnern wie Velotech oder EFBe.

7. Erst wenn alle Tests nicht nur bestanden, sondern die Werte übertroffen worden sind, startet die Serienproduktion in Taiwan – Ihr neues MERIDA steht wenige Wochen später beim Fachhändler!

Sieben Schritte, ein Ziel: Mit jedem MERIDA-Bike eine neue Bestmarke zu setzen!

 

Details


Umfangreiche Tests für Ihre Sicherheit: An einem der modernsten Prüfstände weltweit beobachtet MERIDA-Fahrwerks-Ingenieur Holger Krauss die computergestützte Einleitung sogenannter „praxisgerechter Lastkollektive“, also typischer Fahrsituationen wie Bergfahrten oder Sprints. Dabei übertreffen die geforderten MERIDA-Standards in puncto Materialermüdung die verbindliche Europanorm deutlich.


Als eines der wichtigsten Vergleichskriterien hat sich in den letzten Jahren die Lenkkopfsteifigkeit eines Rahmens bewährt. Für optimale Spurtreue und hohe Lenkpräzision testet MERIDA diese äußerst wichtige Bike-Eigenschaft ebenfalls hausintern nach gängigen Standards.


Teamwork: MERIDA-Chefentwickler Jürgen Falke im Dialog mit Designer Timo Wurz (vorne). Im Laufe des Entstehungsprozesses eines neuen Rades gehen Ingenieurs- und Design-Leistungen bei MERIDA Hand in Hand für ein am Ende optimales Ergebnis. Im Hintergrund: Der Aluminium-Erlkönig eines 2012er-Projektes.