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Auf der Eurobike 2010 galten sie noch als vorsichtiger Trend, für das Modelljahr 2012 sind sie zum festen Bestandteil fast jeden Rennrad-Programms geworden: Top-moderne Racer im Aero-Design, die mit dem optischen Einerlei klassischer Rahmenformen brechen, ohne dabei die starken Tugenden eines Spitzen-Renners aus den Augen zu verlieren. Von Beginn an ganz vorn dabei: das MERIDA REACTO als einer der universellsten aller Aero-Racer – der 2012 mit noch mehr Komfort überzeugt.

„Nur positive Reaktionen“ gab es im ersten Vergleichstest, dem sich das REACTO nach seiner Eurobike-Premiere Anfang 2011 stellte (Magazin „tour“ 2 / 11). Neben der bis ins letzte Detail gelungenen Formsprache und dem leichten Rahmengewicht von 1048 Gramm* überzeugte der jüngste Wurf von MERIDA-Chefentwickler Jürgen Falke vor allem mit seinen klassischen Tugenden: Trotz des Aero-Designs erreichte das REACTO vom Start weg Steifigkeitswerte, wie sie bislang nur die besten traditionellen Renner abgeliefert hatten – und setzte sich damit klar vom Feld ab. Deshalb attestierte auch das zweite führende Fachmagazin RoadBIKE dem MERIDA ein „in jeder Situation präzises Handling“ (RB 3/11). Ganz offensichtlich hatten die MERIDA-Ingenieure ihre Hausaufgaben gemacht, als sie sich das mehrfach ausgezeichnete Modell SCULTURA Evo zum Vorbild nahmen, um davon einen Renner im modernen Semi-Aero-Design abzuleiten.  

Mit einer Steifigkeit von 125 N / mm im mächtigen BB30-Tretlager und einer Lenkkopfsteifigkeit von 84 N / mm im konisch geformten Steuerrohr („RoadBIKE“ 3 / 11) hat das REACTO vom Start weg bewiesen, dass sein „Structure Element Carbon“-Rahmen aus High-Modulus- (HM) Carbonfasern über jeden Zweifel erhaben ist. Mit der „Double Chamber“-Technologie im Unterrohr, bei der eine integrierte Querrippe die Torsionssteifigkeit der Kohlefaserkonstruktion nochmals erhöht, sowie der Vollcarbon-Gabel mit „Taper“-Schaft ist dieses Rad auf puren Vortrieb und maximale Kontrolle getrimmt.

In seinem zweiten Jahr glänzt das REACTO neben einer perfekten Integration elektrischer Di2-Schaltungen mit dem radikalen Ansatz, den sonst als unnachgiebig verschrienen Aero-Rennern zeitgemäßen Komfort zu verleihen. „S-Flex Comfort“ lautet das Zauberwort, hinter dem sich eine vollständig überarbeitete Sattelstütze verbirgt, die wie schon ihr Vorgänger das Aero-Design des Rahmens aufnimmt und dabei dennoch voll verstellbar bleibt. Zum Patent angemeldet, erreicht die „S-Flex“ dank ihrer außergewöhnlichen Fenster-Konstruktion mit rückseitig platziertem Elastomer und einer integrierten Carbon-Blattfeder Komfort­werte, wie man sie bislang nur von den besten schlanken 27,2-Millimeter-Stützen kannte – und das bei einem Eigengewicht von sagenhaften 210 Gramm sowie keinerlei Restriktionen beim Fahrergewicht. Dabei ist die neue „S-Flex“-Stütze im Gegensatz zum 2011er-Modell vom Sattelauszug unabhängig und bietet deshalb in jeder Position Komforteigenschaften, welche das REACTO zum wohl komplettesten Aero-Renner werden lassen, der 2012 an den Start geht.

* in Rahmenhöhe 54 cm 


Das fließt: Oberohr, Sitzrohr und Kettenstreben gehen eine organische Verbindung ein – nicht nur hübsch anzusehen, sondern gleichsam steif wie flexibel konstruiert für die gewünschte Symbiose aus Vortrieb und Komfort. 


Das passt: Aerodynamisch clever eingepasst findet das Hinterrad seinen Platz hinter der flächig profilierten Sitzstrebe.


Heckfenster: Die neue „S-Flex“-Stütze erhöht den Komfort des REACTO nochmals.

 


Das hält: Die Sattelstütze im Aero-Design bleibt dank ihrer cleveren und formschönen 
Klemmung voll einstellbar.