Teamfahrer Dominik RaabDominiks Top 10

Mein Bike hat mich an die unterschiedlichsten Orte gebracht und außergewöhnliche Leute kennenlernen lassen. Als ich vor über 15 Jahren mit dem Mountainbiken anfing, dachte ich nicht, dass es einmal diese Ausmaße annehmen würde. Hier zeige ich euch zehn Bilder aus den letzten Jahren und erzähle, welche Storys dahinter stehen.

Als erstes ein besonderes Bild aus Linz. Ich kam gerade von einem Videodreh für MERIDA aus Los Angeles zurück, als mich ein befreundeter Fotograf anrief und mir von einem ausrangierten Bus im Linzer Hafen erzählte. Spontan haben wir uns den Spot gemeinsam angeschaut. Schnell bauten wir einen kleinen Kicker aus Brettern, Reifen und anderen Sachen, die wir im Bus fanden, und fertig war der perfekte Wallride.

Von Linz geht die Reise wieder zurück nach Los Angeles. 2013 verbrachte ich im Winter einen ganzen Monat im sonnigen Kalifornien. In Downtown LA entdeckte ich diese Steinkugeln. Zwischen ihnen war eine Art Nebelmaschine installiert, deren Sinn nicht wirklich erkennbar war, aber dem Foto geben sie das gewisse Etwas.

Nun zu einem im März 2014 in Barcelona entstandenen Foto. Ich verbrachte dort eine Woche mit der Filmcrew von Fullfaceproductions, um für das Video „Signatures“ zu drehen. Der Spot ist sehr bekannt aus einem der alten „New World Disorder“-Videos. Da ich selbst damit aufgewachsen bin, war es schon ein besonderes Erlebnis, einen der legendären Drehorte zu befahren. Das Barcelona Street Segment könnt ihr euch übrigens auf meiner Website ansehen.

Zum Trial bin ich über das Mountainbiken gekommen. Ursprünglich wollte ich bloß die eine oder andere Fahrtechnik, wie etwa den Bunnyhop, lernen. Nach wie vor bin ich etwa zweimal die Woche mit meinem Mountainbike, meist einem Enduro oder All-Mountain unterwegs. Hier war ich mit Freunden in Italien, genauer: in den Dolomiten bei den Drei Zinnen. Mit den richtigen Leuten eine gute Zeit auf dem Bike zu haben, ist eben nach wie vor das Beste!

Ein ungewöhnliches Hindernis fand ich 2013 auf der Donauinsel in Wien. Ich wollte unbedingt durch diese Röhre fahren, was sich allerdings als recht schwierig herausstellte. Entweder stieß ich mit Helm oder Lenker an oder ich prallte gegen die Wölbung. Zehn Versuche brauchte ich, bis ich den perfekten Winkel erwischte und mich die Eisenskulptur wieder unbeschadet freiließ.

Letztes Jahr verbrachte ich zwei Wochen in Shanghai, um für die kalifornische Sportschuhfirma Five Ten an einem Video zu arbeiten. Die chinesische 23-Millionen-Metropole auf dem Bike zu erkunden war schon eine besondere Erfahrung. Ich drehte meine Runden im größten Outdoor-Skatepark der Welt im Norden Shanghais, aber auch die Street Spots machten einiges her. Im Hintergrund seht ihr die Skyline des komplett künstlich angelegten Business-Viertels Pudong. Es war zwar kein großer Kontrast zu vielen amerikanischen Downtowns, aber der Unterschied zu den Vierteln, in denen der Großteil der Bewohner Shanghais lebt, war brutal.

In diesem Gebäude habe ich meinen Zivildienst geleistet. Ich hatte das Glück, einen Chef zu haben, der sich für meinen Sport begeistern konnte. So bekam ich auch die Erlaubnis, auf dem Dach zu fahren. Allerdings dachte mein Chef wohl nicht daran, dass ich das auf dem Geländer vorhatte. Die Gelegenheit, ein Foto aus dieser Perspektive zu machen, war einzigartig, und als ich es meinem damaligen Chef zeigte, war schnell klar, dass es keine zweite Gelegenheit geben würde.

Die Wiener Arena – dort wo sonst hauptsächlich Konzerte stattfinden, entdeckte ich diesen Wallride. Es war schon etwas Sprungkraft und ein wenig Präzision gefragt, um genau auf dem kleinen Vorsprung zu landen.

Zum Abschluss noch zwei Fotos aus Linz: Das erste Bild, ein „Footjamwhip“ im Linzer Hafen, gehört zu meinen Lieblingsbildern. Der Weg dorthin war alles andere als einfach. Um auf das halbversunkene Schiff zu gelangen, musste ich mich an einem Drahtseil über das Wasser hangeln. Bei dem Versuch, auch mein Bike hinüberzuschaffen, fiel es erstmal in die Donau. Aber das Resultat war die Mühe mehr als wert.

Vor dem Kunstmuseum „Lentos“ in der Linzer Innenstadt und der Kulisse des Pöstlingbergs ist das finale Foto entstanden. Ich hatte gerade meinen Show-Parcours wieder etwas umgebaut und mir eine 80 Zentimeter hohe Rampe für Backflips anfertigen lassen, da ergab sich die Gelegenheit, Trainingssession und Fotoshooting zu kombinieren.

Mehr Bilder, Videos und Infos zu Shows auf www.dominikraab.com
Text: Dominik Raab

 


Teamfahrer Hannes KlausnerExploring the UNknown

Die Idee
…war es, ohne viele Vorbereitungen und ohne Erwartungen in ein bis dato im Mountainbikesport unerforschtes und völlig unbefahrenes Gebiet zu gehen und dieses mit dem Bike zu erkunden. West Afrika / Sao Vicente, die Insel unserer Wahl.

Der Trip
Auf der kleinen grundsätzlich schon sehr touristenarmen Insel gelandet, in ein touristenfreies Gebiet gefahren und in einem, irgendwo im nirgendwo aber direkt am Meer gelegenen afrikanischen Dorf niedergelassen und den Ausgangspunkt für unsere Erkundungswege gesetzt.
Von dort aus gab es nur noch hiken, hiken, hiken. Ein kleiner Gebirgszug nach dem anderen wurde Tag für Tag erkundet und befahren. Studenlange Fußmärsche in Strandnähe mit atemberaubenden Blick aufs Meer aber in steinigem und unwegsamem Gelände „verfolgt“ von einem immer wieder am Horizont mit seiner Lanze erscheinenden schwarzen Mann.
Im Laufe der Zeit stellte sich heraus dass dieser Mann namens „Olive“ unser selbsternannter Beschützer für den Fall der Fälle war, da wir uns während unserer kleinen Expeditionen an der Grenze zweier verfeindeter afrikanischer Stämme bewegten und er einer der wenigen Einwohner war der möglicherweise hätte Streit schlichten können.
Ein sehr feiner Zug wie wir fanden. Es entwickelte sich eine Freundschaft die am Ende unserer Reise sogar dazu führte dass wir als erste weiße Menschen in seiner privaten Behausung bei seiner Famile willkommen geheißen wurden. Ein sehr bewegendes und schönes Erlebnis.

Riding
Schroffe Felsgebilde, steiniger und staubig rutschiger Untergrund, völlig unerwartete weich sandige Zwischenpassagen in denen das Vorderrad wegsinkt und unglaublich windige Verhältnisse mit Böhen die einen am Bike in technisch schwierigem Terrain zum Teil merklich zur Seite versetzt machen das Riding in diesem Gebiet besonders schwer, aber auch besonders herausfordernd.
Meist ohne Wege in völlig freiem Gebirge gilt es hier gut die Augen offen zu halten um schon beim hiken die Line zu finden die eventuell befahrbar sein könnte.
Am Ende gibt es aber unzählige Möglickeiten kleine und auch größere Lines zu finden die zwar anspruchsvoll sind aber unglaublich viel Spaß machen.
Doch mal einen Weg gefunden der über Gebirgsketten oder an Küstenstreifen entlang führt wird das Enduro Bike ausgepackt und es kann endlich auch mal los gehen ein bisschen weitere Strecken am Bike zu sitzen und dabei den Ausblick auf den Atlantischen Ozean zu genießen.

Die Insel
Eine sehr kleine und extrem trockene Insel auf der Großteil der Einwohner in der einzigen größeren Stadt Mindelo leben. Weg von dieser im Gebiet unserer Wahl gibt es kleine Dörfer und Behausungen die entweder über die einzige befestigte aber gepflasterte Straße der Insel oder aber über Fußmärsche durch die Berge erreichbar sind.

Die Menschen
Sehr freundliche und warmherzige Menschen die bei der ersten Begegnung zwar skeptisch, im Laufe der Zeit aber sehr offen sind. Em Ende unseres Trips konnten wir durchaus behaupten einige neue Freundschaften geschlossen und so auch Einblick in eine völlig neue Lebensweise und Kultur bekommen zu haben.
Reichtum und Zeit haben in einer Kultur wie dieser einen völlig anderen Stellenwert. Einfachste Verhältnisse was Kleidung, Wohnung oder auch Gebrauchsgegenstände angeht hindern diese Menschen nicht glücklich zu sein und einfach in den Tag zu leben ohne viel davon zu erwarten. Leben um des Lebens Willen scheint die Devise zu sein.
Stundenlanges am Straßenrand sitzen, in die Weite des Meeres zu schauen oder von A nach B zu wandern macht den völlig stressfrei lebenden Einwohnern nichts aus von denen wir in diesem Bereich so einiges lernen können und ist Teil ihres Alltags.
Die Inselbewohner auf eine freundschaftliche Art kennen zu lernen war uns ist eine Bereicherung in unserem Leben und unserer Persönlichkeit die wir auf keinen Fall missen wollen.

Das Fazit
Wunderschöne Landschaften, extreme Verhältnisse, gefährliche Abfahrten und wertvolle Begegnungen. Ein unvergessliches Abenteuer!

 

 

„Exploring the UNknown“
Idee+Rider: Hannes Klausner
Home: www.hannesklausner.at
Facebook: https://www.facebook.com/#!/hannes.klausner.50

Photos: Christoph Breiner
Home: www.christophbreiner.at
Facebook: https://www.facebook.com/#!/ChristophBreinerPhotography?fref=ts

 


Teamfahrer Dominik RaabMit dem One-Forty
in den Dolomiten

Großstadtdschungel statt Bergwelt – unser MERIDA VELO Teamfahrer Dominik Raab macht die Megacitys der Welt zu seinem Spielplatz. Vor über 15 Jahren kam er über das „klassische“ Mountainbiken zum Trial und später zum Street-Trial. Wenn es ihn heute in Natur und Berge verschlägt, dann begeistert Dominik mit erstklassiger Fahrtechnik und würzt seine Tour gekonnt mit den Tricks, die er in der urbanen Welt gelernt und perfektioniert hat. In dieser Fotostory aus den Dolimiten verbindet der gebürtige Linzer die Bereiche Trial & Trail, wie es nur er kann. Aber lassen wir ihn selbst zu Wort kommen:

„In den letzten Jahren habe ich wirklich viel von der Welt gesehen. Ich war in den spannendsten Städten weltweit unterwegs um Trial Shows zu fahren oder an Foto- und Videoprojekten zu arbeiten. Also eigentlich ein starker Kontrast zum klassischen Mountainbiken. Obwohl ich mich hauptsächlich auf Trial und Street konzentriere, fahre ich aber auch regelmäßig meine Enduro- oder All Mountain Bikes. Anfang des Jahres ging es dann für MERIDA mit dem One-Forty All Mountain Bike zum Videodreh. Für mich hieß es: raus aus der Stadt und ab in Richtung Dolomiten. Mit dabei waren die befreundeten Linzer Fotografen und Filmer Peter Auböck und Christoph Breiner.

Also Location wählten wir das Gebiet rund um die Drei Zinnen, das ein unglaubliches 360° Panorama bietet. Vor zwei Jahren hatte ich dort ein paar Tage mit Freunden verbracht und kannte deswegen den einen oder anderen Trail. Und für uns war es nicht ganz unwichtig, relativ weit mit dem Auto nach oben fahren zu können, da wir jede Menge Equipment für den Videodreh dabei hatten.

Natürlich war es trotzdem eine komplett andere Situation als bei einem Dreh in der Stadt. In der City fällt an bestimmten Plätzen das Filmen einfach schwer. Unzählige Touristen, Sicherheitspersonal und Polizisten können einem da gerne mal einen Strich durch die Rechnung machen. Diese Problematik fiel in den Dolomiten weg. Einsamkeit statt Menschenmassen, und dazu dieses herrliche Panorama! Weniger anstrengend war das Shooting im alpinen Gelände aber auch nicht. Nur selten ist eine Aufnahme beim ersten Mal perfekt. 12 Stunden am Tag das Bike immer wieder hochzuschieben macht sich schon bemerkbar und ist härter, als einen Trick in einer Stadt zu wiederholen. Trotz der Mühen hatten wir jedoch eine super Zeit, die Singletrails haben jede Menge Spaß gemacht, und für mich waren Bergzinnen und Almwiesen eine sehr willkommene Abwechslung zu meinem urbanen Alltag.“