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Lichtblicke nach schwieriger erster Tour-Woche

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Lichtblicke nach schwieriger erster Tour-Woche

Die Tour de France ist ein unbestrittenes Highlight jeder Radsport-Saison. Entsprechend hart wird in der ersten Woche gefahren, und daher kommt es oft zu Stürzen. Das TEAM LAMPRE-MERIDA blieb davon leider nicht verschont. Immerhin zeigt sich am Ende der ersten Woche mit drei Top10-Platzierungen eine Aufwärtstendenz.

 

Das TEAM LAMPRE-MERIDA hat dieses Jahr alles daran gesetzt, Rui Costa ein starkes Team zur Seite zu stellen. Der frisch gekürte portugiesische Strassenmeister kann sich auf die Unterstützung seines Landsmanns Nelson Oliveira, der beiden Spanier Rafael Valls und Ruben Plaza, des Kolumbianers José Serpa und des Kroaten Kristijan Durasek verlassen. Dazu kommt Matteo Bono als treuer Helfer, während sich die Sprintfraktion auf Davide Cimolai und Filippo Pozzato beschränkt. Somit liegt der Schwerpunkt deutlich auf einer starken Platzierung von Rui Costa in der Gesamtwertung und nicht auf Etappensiegen.

Die Ambitionen von Rui Costa erlitten aber bereits in den ersten drei Etappen einen herben Dämpfer: Schon im Einzelzeitfahren zum Auftakt der Tour de France verlor der Kapitän vom TEAM LAMPRE-MERIDA mehr Zeit als erwartet, und im von Sturm und Regen gezeichneten, hektischen Finale der zweiten Etappe kamen gleich nochmals eineinhalb Minuten dazu. Doch es sollte noch schlimmer kommen, denn in der dritten Etappe wurde Rui Costa rund 60 Kilometer vor dem Ziel in einen furchterregenden Massensturz verwickelt, der sich bei hohem Tempo ereignete. Wie durch ein Wunder zog sich der Portugiese dabei nur Schürfungen und Prellungen an Beinen und Hüfte zu, aber ein erneuter Zeitverlust war nicht zu vermeiden.

Nur einen Tag nach diesem Sturz schlug sich Costa tapfer: Die vierte Etappe folgte den Spuren des Frühjahrsklassikers Paris-Roubaix und führte über sieben Kopfsteinpflaster-Passagen. Hier konnte sich Costa auf die Hilfe seines Landsmanns Nelson Oliveira verlassen, der ihn mehrmals in die Gruppe der Favoriten zurückführte. So verlor Costa erst auf dem letzten Holperabschnitt den Anschluss an die Besten und konnte den Zeitverlust in engen Grenzen halten. Eine besondere Erwähnung verdient die Tatsache, dass Rui Costa sich für die Etappe auf Kopfsteinpflaster für das neue SCULTURA entschied, während seine Kollegen vom TEAM LAMPRE-MERIDA auf dem Komfort-Modell RIDE unterwegs waren. Trotz seines tiefen Gewichts steckte MERIDAs neues, leichtes Rennrad die Strapazen locker weg.

Nach vier hektischen Tagen sah sich das Feld in der fünften Etappe mit Regen konfrontiert. Diesmal gelang es den Fahrern in Blau, Fuchsia und MERIDA-Grün, Rui Costa aus allen Stürzen heraus zu halten. Und im Schlusssprint erzielte Davide Cimolai als Neunter gar die erste Top10-Platzierung für das TEAM LAMPRE-MERIDA. Einen Tag später schien wieder die Sonne, und Cimolai bewies im anspruchsvollen Finale von le Havre seine Vielseitigkeit: Der junge Italiener hielt berghoch mit den Besten mit und sprintete schließlich auf Rang Acht. In der siebten Etappe schaffte mit Kristijan Durasek erstmals ein Fahrer des Teams den Sprung in die Gruppe des Tages. Diese wurde in der Schlussphase wieder gestellt, und im folgenden Sprint des Feldes wurde Davide Cimolai Neunter - seine dritte Top10-Platzierung innerhalb von 48 Stunden.

Dass das Team in den hektischen, ersten sieben Tagen der Tour de France keinen Fahrer durch einen der vielen Stürze verloren hat, kann als Erfolg verbucht werden. Für weitere Erfolgserlebnisse ist die Tour de France noch lang genug. Zumal das TEAM LAMPRE-MERIDA noch über neun gesunde Fahrer verfügt.

 

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