08.05.2026

Lukas Eisele und Hannes Noller mit herausragender Performance beim „The Traka“

Das spanische Girona gilt seit vielen Jahren als das Epizentrum der europäischen Gravel-Szene und bietet mit dem Event „The Traka“ den alljährlichen Höhepunkt im Rennkalender. In diesem Jahr standen gleich zwei MERIDA-Mitarbeiter aus unserer Entwicklungsabteilung auf verschiedenen Distanzen an der Startlinie. Unser Entwicklungsmechaniker Lukas Eisele hatte sich für die prestigeträchtige 325-Kilometer-Strecke mit 3.600 Höhenmetern (The Traka 360°) einiges vorgenommen, Produktmanager Hannes Noller hatte die 560 Kilometer lange Adventure-Distanz mit 9.500 Höhenmetern fest im Blick. Ungewohnt warme Temperaturen und extrem staubige Pisten verlangten unseren Kollegen neben höchster physischer Ausdauer auch maximale Leidensfähigkeit ab.

Mit der klaren taktischen Ambition, früh eine starke Gruppe für die schnellen Flachpassagen zu finden, ging es für Lukas an den Start. Auf seinem SILEX im Custom-Aufbau des Picobello-Teams, das für die groben Schotterpisten Kataloniens mit 50 Millimeter breiten Reifen ausgestattet war, gelang ihm ein starker Start.

Im Rennverlauf zwang ihn jedoch ein technisches Problem zu einem unplanmäßigen Stopp, und er musste seine bisherige Gruppe ziehen lassen. Beim Versuch, die Lücke im Alleingang wieder zu schließen, war er gezwungen, wertvolle Reserven zu investieren. Mit dem längsten Anstieg des Tages und noch 100 verbleibenden Kilometern vor Augen entwickelte sich das Rennen zu einer mentalen „Tour de Force“.

Im letzten Renndrittel stabilisierte sich seine Leistung wieder. Nach einer offiziellen Fahrzeit von 11:46:49 Stunden überquerte Lukas die Ziellinie in Girona und sicherte sich einen herausragenden 77. Platz im Profi-Feld.

Für Hannes war das 560 Kilometer lange Adventure Race mit seinem SILEX im Picobello-Aufbau der Auftakt in die Ultra-Racing-Saison 2026. Die erste Streckenhälfte mit knapp 6.000 Höhenmetern führte über vier lange Anstiege in die Pyrenäen. Hannes fand früh in seinen Rhythmus und kam gut voran. Nach 13 Stunden Fahrzeit, 12 Minuten Standzeit und mit Einbruch der Dunkelheit lagen die Berge hinter ihm.

Mit Anbruch der Nacht sollte jedoch der härteste Abschnitt des Rennens folgen. Neun Stunden Dunkelheit Anfang Mai seien „mental eine eigene Disziplin“, so Hannes nach dem Rennen. Mit kurzen Refill-Stopps an öffentlichen Brunnen und gleichmäßigem Tempo brachte er die Nacht dennoch erfolgreich hinter sich. Mit dem ersten Tageslicht lagen noch 200 Kilometer vor ihm, darunter eine zähe 80-Kilometer-Flachpassage mit Gegenwind. Auf dem Papier ein Geschenk, im Sattel der zäheste Abschnitt des Tages.

Nach 31 Stunden und 32 Minuten überquerte Hannes am Samstagnachmittag auf Rang 47 die Ziellinie. Der schroffe Untergrund, die steilen Anstiege und die pure Länge des Rennens hatten ihm dabei alles abverlangt.

Das gesamte MERIDA-Team gratuliert Lukas und Hannes zu dieser herausragenden Performance!

Wir freuen uns bereits auf weitere Race-Highlights in diesem Jahr!

Fotos: Fabian Freitag