03.07.2026

Pech für Daniel Renz beim Enduro World Cup im Val di Fassa

Für den zweiten World Cup des Jahres ging es für MERIDA-Rider Daniel Renz in die Dolomiten – ins Val di Fassa nach Canazei. Eine der ältesten Enduro-Venues im Kalender mit dem atemberaubenden Bergpanorama der Dolomiten. Dank der Mischung aus anspruchsvollen Trails und italienischem Flair gehört das Event zu Daniels absoluten Favoriten im Rennkalender. Daher freute er sich umso mehr, dass das Rennen 2026 viel Zeit auf dem Bike versprach und in einem Vier-Tages-Format ausgetragen wurde: zwei Tage Training, zwei Tage Rennen.  

Da viele Trails dort oberhalb der Baumgrenze starten oder komplett auf über 2000 m verlaufen, zählt das Rennen zu einem der härtesten des Jahres und verlangt Ridern und Material alles ab. Nach dem guten Start in Leogang ging Daniel topmotiviert und mit viel Vorfreude im Fassatal an den Start. Die beiden Trainingstage entpuppten sich – wie erhofft – als tolle, lange Tage auf exzellenten Trails. Eigentlich beste Vorzeichen für ein gutes Rennen. Leider sollte sich das Blatt im Wettkampf schnell wenden.  

Nach 200 m auf dem ersten Trail riss Daniel die Kette. Mehr als unglücklich – kann aber, das weiß Daniel aus Erfahrung gut, unter Wettkampfbedingungen immer passieren. „Davor ist keiner sicher“, ordnete er das Pech im Nachhinein ein. Dadurch war Daniel gezwungen, den Rest des ersten Trails ohne Kette zu bestreiten. Laut Regularien ist es den Ridern nur einmal pro Rennen erlaubt, Hilfe von außen zu erhalten. Ein schnelles Reparieren der Kette war daher zunächst nicht möglich. Um den Zeitverlust so gering wie möglich zu halten, gab Daniel dennoch alles. Nach dem zweiten Trail konnte er in der „Technical Assistance Zone“ das Malheur schließlich beheben und den letzten Trail des Tages wieder mit funktionierendem Material bestreiten. 

Ohne die Möglichkeit zu pushen, fiel der Zeitverlust am Ende des Tages dennoch erheblich aus und Daniel fand sich auf Platz 97 wieder. Mit seinem Kampfgeist zufrieden, überwog letztlich aber doch die Enttäuschung. Dank seiner Erfahrung konnte er die Situation jedoch gut einordnen und versuchte, das Pech schnell abzuhaken: „Das gehört auch dazu.“  

An Tag zwei sollten vier Trails auf Daniel und sein ONE-SIXTY warten. Er wollte unbedingt Zeit gutmachen und einen versöhnlichen Abschluss in Italien finden. Leider machte das Bergwetter Daniels Ambitionen einen Strich durch die Rechnung. Aufgrund von Gewittern mussten drei der vier Stages abgesagt werden. Letztlich wurde der Renntag auf einen einzigen finalen Trail reduziert – bitter für Daniel. Dadurch hatte er kaum noch Möglichkeit, Zeit gutzumachen. Daniel machte das einzig Richtige: Er genoss die tolle Atmosphäre und brachte einen sauberen Lauf ins Ziel. Am Ende verbesserte er sich sogar noch auf Platz 86.  

Auch wenn es diesmal alles andere als optimal für unseren MERIDA-Rider lief, ließ er sich davon nicht entmutigen: „Die Trails und Berge waren wie immer wunderbar und ich freue mich schon auf das nächste Rennen – in drei Wochen in der Schweiz.“ 

Wir freuen uns mit ihm und drücken die Daumen für mehr Rennglück.