03.07.2026

Hanna Lutz mit einem herausragenden dritten Platz beim Race Across the Alps

Das „Race Across the Alps“ zählt zu den anspruchsvollsten Ultra-Rennen Europas und führt auf rund 555 Kilometern und über 14.000 Höhenmetern über zahlreiche Alpenpässe – darunter legendäre und zugleich berühmt-berüchtigte Anstiege wie das Stilfser Joch (Stelvio), den Mortirolo, den Bernina und den Flüelapass in Richtung Nauders. 

Bereits ab dem frühen Nachmittag musste Hanna Lutz mit ihrem MERIDA SCULTURA extremen Bedingungen trotzen: zunächst Hitze mit bis zu 39 Grad, später starker Regen und in der Schlussphase erneut Temperaturen von über 35 Grad auf mehr als 2.500 Metern Höhe. 

Mit einem für lange Alpenanstiege und schnelle Abfahrten optimierten SCULTURA TEAM sowie einem zweiten SCULTURA TEAM, das mit einem Auflieger für eine optimale Aeroposition auf längeren Flachpassagen ausgestattet war, konnte Hanna bei ihrer Mammutaufgabe auf erstklassiges Material zurückgreifen. Die hochwertigen DT Swiss-Laufräder lieferten bei wechselnden Wetterbedingungen auf rauem alpinem Asphalt über viele Stunden hinweg zuverlässige Performance. 

Im Verlauf des Rennens sollte die Technik eine zunehmend wichtige Rolle spielen: Der zwischenzeitlich starke Regen setzte der Schaltung so stark zu, dass Hanna und ihr Team zunächst einen Defekt und später sogar einen kompletten Schaltungsausfall bewältigen mussten. Zusätzlich erschwerte die Situation, dass Hanna über mehrere Stunden kaum Nahrung aufnehmen konnte und ihre Energieversorgung dadurch an ihre Grenzen kam – die extreme Hitze belastete sie zusätzlich. Dennoch fand sie immer wieder in ihren Rhythmus zurück und hielt das Tempo über die langen Anstiege hinweg hoch. 

In der Nacht zeigte Hanna ihre ganze Stärke: Den Mortirolo bewältigte sie mit einer beeindruckenden Durchschnittsgeschwindigkeit souverän. Die Temperaturen am Pass lagen bei rund 17 Grad und sorgten zumindest kurzzeitig für etwas Erholung von der Hitze des Tages. Am Morgen standen bereits etwa 380 der insgesamt 555 Kilometer auf der Habenseite. „Nur noch“ vier große Berge trennten sie vom Ziel, darunter die Abschnitte rund um Davos, den Albula und das Münstertal. 

Mit rund 475 Kilometern und über 12.000 Höhenmetern in den Beinen ging Hanna in die letzte Rennphase und verbesserte ihre Platzierung in der Frauenwertung am Flüelapass auf Rang drei. Das alles bei erneut rund 35 Grad auf einer Höhe von etwa 2.500 Metern. 

Trotz Erschöpfung, technischer Probleme und der enormen Gesamtbelastung blieb Hanna stets fokussiert, bewältigte die letzten Anstiege sowie die finale Abfahrt und erreichte erschöpft, aber glücklich gegen 18 Uhr den Zielort Nauders. 

Nach zwei Tagen und einer Nacht im Sattel des SCULTURA TEAM steht damit eine eindrucksvolle und außergewöhnliche Leistung zu Buche. 

Herzlichen Glückwunsch, liebe Hanna!