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Vincenzo Nibali gewinnt 111. Lombardei-Rundfahrt

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Vincenzo Nibali gewinnt 111. Lombardei-Rundfahrt

Vincenzo Nibali krönte eine starke Renn-Woche in Italien mit seinem zweiten Sieg bei der Lombardei-Rundfahrt. Für den Kapitän vom BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM war es der 50. Sieg als Profi. Wenige Tage zuvor hatte Nibali sich beim Eintages-Rennen Tre Valli Varesina mit Rang Drei begnügen müssen, und Sonny Colbrelli hatte beim GP Beghelli den Sieg nur um wenige Sekunden verpasst.

Die Lombardei-Rundfahrt ist der letzte Klassiker des Radsport-Jahres und wird darum auch das Rennen der fallenden Blätter genannt. Auf den 247 Kilometern zwischen Bergamo und Como warteten im Norden Italiens so bekannte Anstiege wie der Colle Gallo, der Colle Brianza, der Anstieg zur Madonna del Ghisallo, die Colma di Sormano, der Civiglio und als Abschluss der San Fermo della Battaglia auf die Fahrer. Vincenzo Nibali hatte dieses Rennen bereits 2015 gewonnen und wurde vor dem Rennen von allen Experten als einer der Top-Favoriten gehandelt. Das BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM stellte dem Sizilianer mit Janez Brajkovic, Enrico Gasparotto, Antonio Nibali, Domen Novak, Franco Pellizotti, Luka Pibernik und Giovanni Visconti ein starkes Team zur Seite. Schließlich ging es aus Sicht des Teams darum, die erste Saison mit einem Sieg bei einem Monument des Radsports anzuschließen.

Zunächst bestimmten sechs Ausreißer das Renngeschehen und bauten ihren Vorsprung auf maximal 12 Minuten aus. Aber an der Colma di Sormano wurden die frühen Angreifer wieder eingeholt. In der Folge hielt die Gruppe der Favoriten alle Ausreißer an der kurzen Leine, wobei sich aus Sicht vom BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM auf den letzten 50 Kilometern vor allem Giovanni Visconti  hervor tat, der eine Woche zuvor die Giro dell’Emilia gewonnen hatte. Erst auf den letzten 20 Kilometern war Vincenzo Nibali auf sich selbst gestellt. Als der Franzose Thibaut Pinot am steilen Civiglio angriff, reagierte er nicht sogleich. Erst auf dem letzten Kilometer des Anstiegs schloss er zum Franzosen auf, und in der kommenden, mit zahlreichen Kurven gespickten Abfahrt hinab nach Como vermochte Nibali dank seiner stupenden Fahrrad-Beherrschung einen Vorsprung von 7 Sekunden heraus zu fahren.

Bis zum Beginn vom San Fermo della Battaglia als dem letzten Anstieg des Tages war dieser Vorsprung auf 9 Sekunden angewachsen, und bis zum höchsten Punkt des letzten Anstiegs hatte Vincenzo Nibali sein Polster auf beruhigende 38 Sekunden ausgebaut. Hinter ihm setzte Julian Alaphilippe zu einem Konter an, konnte aber die Lücke zum Spitzenreiter nicht verringern. So konnte Vincenzo Nibali seinen 50. Sieg als Radprofi voll auskosten: Der Sizilianer mutigte das zahlreiche Publikum in den Straßen von Como zum Jubeln an, klatschte mit den Zuschauern ab und ließ sich schließlich gebührend als Sieger der Lombardei-Rundfahrt feiern. Hinter dem Kapitän vom BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM, das in Como den ersten Sieg überhaupt bei einem der fünf Monumente des Radsports feiern konnte, wechselten die Podestplätze während der spannenden Schlussphase mehrmals.

Der Erfolg von Vincenzo Nibali hatte sich bereits beim Eintagesrennen Tre Valli Varesine angekündigt: Schon dort war er zusammen mit Thibaut Pinot der stärkste Fahrer am Berg, musste sich im Sprint aber diesem und Alexandre Geniez geschlagen geben, der erst auf dem letzten Kilometer wieder Anschluss gefunden hatte. Trotz des 3. Platzes schätzten viele Experten Nibali als den stärksten Fahrer des Tages ein. Auch beim GP Beghelli zeigte das BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM lange eine starke Mannschaftsleistung und unterstützte Sonny Colbrelli nach Kräften. Dieser war erst auf den letzten 5 Kilometer auf sich alleine gestellt, konnte aber gegen den Angriff von Luis Leon Sanchez nichts mehr ausrichten. Immerhin gewann Colbrelli sechs Sekunden nach dem Solo-Sieger aus Spanien den Sprint des Feldes um Rang 2.

111. Lombardei-Rundfahrt: Bergamo - Como, 247km
1. Vincenzo Nibali, ITA/BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM, in 6:15.29 Stunden
2. Julian Alaphilippe, FRA, + 0.28
3. Gianni Moscon, ITA, + 0.38

97. Tre Valli Varesine: Saronno - Varese, 192.9km
1. Alexandre Geniez, FRA, in 4:49.08 Stunden
2. Thibaut Pinot, FRA, sZ
3. Vincenzo Nibali, ITA/BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM, sZ   

22. GP Beghelli: Monteveglio - Monteveglio, 196.3km
1. Luis Leon Sanchez, ESP, in 4:27.30 Stunden
2. Sonny Colbrelli, ITA/BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM, + 0.06
3. Elia Viviani, ITA, sZ

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