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Vincenzo Nibali gewinnt Kroatien-Rundfahrt

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Vincenzo Nibali gewinnt Kroatien-Rundfahrt

Bei der Kroatien-Rundfahrt mussten Vincenzo Nibali und sein BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM all ihren Verstand und die ganze Rennintelligenz einsetzen, um sich den Gesamtsieg bei diesem Rennen über sechs Etappen zu sichern. Am gleichen Tag gab Ion Izaguirre eine weitere Kostprobe seiner Klasse und Form, indem er den Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich auf Rang 5 beendete.

Bei der ersten Bergankunft der Kroatien-Rundfahrt war es Vincenzo Nibali nicht gelungen, seine letzten Rivalen zu distanzieren. So musste er sich mit Rang Drei bescheiden. Weil der Etappensieger Kristijan Durasek nach einem Sturz aufgeben musste und der Spanier Jaime Roson auf dem letzten Kilometer einige Sekunden einbüsste, konnte Vincenzo Nibali am Ende der dritten Etappe dennoch das Trikot des Gesamtführenden überstreifen. Im Finale der fünften Etappe, zugleich der zweiten Bergankunft der Kroatien-Rundfahrt, zeigte das BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM erneut eine starke Fahrweise. Aber Nibali hatte im Sprint um den Etappensieg gegen Roson das Nachsehen - und musste diesem wegen der Zeitbonifikationen auch prompt das Leadertrikot wieder abgeben.

Auch wenn die letzte Etappe in die Hauptstadt Zagreb ein Fall für die Sprinter schien, gab sich Vincenzo Nibali noch lange nicht geschlagen: Das BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM hielt zunächst das Feld zusammen und unterband alle frühen Angriffe. So konnte sich Nibali beim ersten Zwischensprint drei Sekunden Zeitgutschrift sichern - und damit virtuell wieder ins Leadertrikot schlüpfen. Im Finale in den verwinkelten Straßen von Zagreb fuhr der Kapitän dann aufmerksam und überquerte die Ziellinie als Vierter. Jaime Roson büsste weitere sieben Sekunden ein, womit sich Vincenzo Nibali den Gesamtsieg bei der Kroatien-Rundfahrt mit acht Sekunden Vorsprung sicherte. Zudem belegte Nibali auch in der Punkte- und Bergwertung Rang Zwei, und für das Team resultierte in der Mannschaftswertung ein weiterer zweiter Platz.

Der Ardennen-Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich begann mit bedrückter Stimmung: Am Vortag war der bei Arbeitskollegen ebenso beliebte wie respektierte italienische Radprofi Michele Scarponi bei einem Trainingsunfall ums Leben gekommen. Unter den Fahrern vom BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM sorgte diese Meldung insbesondere bei Enrico Gasparotto für große Bestürzung. Dennoch konzentrierte sich Gasparotto voll auf seine Aufgabe, und so konnte Ion Izaguirre die letzte Rennstunde aus viel versprechender Position in Angriff nehmen. Der Baske fuhr ein taktisch cleveres Finale, bog nach 258 schweren Kilometern als Sechster auf die Zielgerade in Ans ein und beendete die 103. Austragung des Ardennenklassikers auf einem starken Rang 5. Damit sorgte Ion Izaguirre für ein weiteres Top10-Resultat bei den Frühjahrsklassikern.

Nächste Woche tritt das BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM in der Schweiz bei der Tour de Romandie an. Und zwar mit einem Team, das sowohl für Etappensiege wie für eine Top10-Platzierung in der Gesamtwertung gut ist. Das vorläufige Aufgebot der Mannschaft besteht aus Janez Brajkovic, Ondrej Cink, Sonny Colbrelli, Enrico Gasparotto, Tsgabu Grmay, Ion Izaguirre, Antonio Nibali und Meiyin Wang.

3. Kroatien-Rundfahrt (2.1)
5. Etappe: Porec-Ucka, 141km

1. Jaime Roson, ESP, in 3:41.47 Stunden
2. Vincenzo Nibali, ITA/BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM, sZ
3. Jan Hirt, CZE, sZ

Gesamtwertung:
1. Vincenzo Nibali, ITA/BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM, in 25:12.10 Stunden
2. Jaime Roson, ESP, + 0.08
3. Jan Hirt, CZE, + 0.23

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