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Vincenzo Nibali gewinnt Königsetappe vom 100. Giro d'Italia

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Vincenzo Nibali gewinnt Königsetappe vom 100. Giro d'Italia

Bei der 100. Austragung vom Giro d’Italia musste sich die Radsport-Nation Italien in Sachen Etappensiege lange gedulden. Aber auf der Königsetappe über Mortirolo, Stilfserjoch und Umbrail-Pass schlug Vincenzo Nibali zu: Der Kapitän vom BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM setzte sich im Sprint gegen Mikel Landa durch und schob sich auf Rang 3 der Gesamtwertung vor.

Während der ersten zweieinhalb Wochen des Giro d’Italia versuchte das BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM wiederholt, einen Etappensieg einzufahren. Aber Giovanni Visconti und Vincenzo Nibali verpassten dieses Ziel beide mehrmals: Visconti schaffte nur einen Tag nach dem langen Einzelzeitfahren den Sprung in eine große Spitzengruppe und beendete die elfte Etappe auf Rang 5. In den folgenden beiden, weit gehend flachen Etappen machten die Sprint-Spezialisten den Sieg unter sich aus. Dafür zeigte sich Vincenzo Nibali am Ende der 14. Etappe bei der Bergankunft in Oropa wieder: Lange konnte er mit den besten Kletterern mithalten, ehe er den Kontakt zu diesen verlor und auf der Zielgerade nochmals einige Kontrahenten an sich vorbei ziehen lassen musste. So überquerte er die Ziellinie als Siebter, unmittelbar vor Franco Pellizotti.

Aber der Kapitän vom BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM war weit davon entfernt, seine Ambitionen aufzugeben. In der Schlussphase der 15. Etappe schlugen seine Team-Kameraden ein hohes Tempo an. Aber Bob Jungels kam dem Angriff von Vincenzo Nibali zuvor, und so machten in Bergamo 12 Fahrer den Sieg unter sich aus. Nibali wurde im Sprint dieser Gruppe Siebter und ging als Vierter der Gesamtwertung in den dritten Ruhetag. Danach stand von Rovett nach Bormio die Königsetappe des 100. Giro d’Italia mit Anstiegen wie dem Mortirolo, dem Stilfserjoch und dem Umbrailpass  auf dem Programm. Während der Gesamtführende Tom Dumoulin mit Magenproblemen zu kämpfen hatte, hielt Vincenzo Nibali mit den besten Bergspezialisten mit. 20 Kilometer vor dem Ziel griff er an, schloss in der Abfahrt vom Umbrailpass zu Mikel Landa auf und  setzte sich im Sprint gegen den Basken durch. Mit diesem lang ersehnten Tageserfolg erlöste er die Radsport-Nation Italien wie sein Team und rückte in der Gesamtwertung auf Rang Drei vor.  

Bei der Japan-Rundfahrt ist das BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM mit einem jungen Team am Start: Außer Chun-Kai Feng und Jon Ander Insausti sind auch Domen Novak, David Per und Ivan Garcia Cortina in Japan am Start. Letzterer zeigte beim Prolog in Sakai eine starke Leistung und fuhr auf Rang Drei. Die folgenden beiden Etappen beendete der junge Spanier jeweils auf Rang Sechs. In der Gesamtwertung bringt ihn das auf Rang Drei, und zudem trägt Garcia Cortina nach drei von insgesamt acht Etappen das Trikot des besten Jungfahrers.

100. Giro d’Italia: 16. Etappe: Rovett - Bormio, 222km
1. Vincenzo Nibali, ITA/BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM, in 6:24.22 Stunden
2. Mikel Landa, ESP, sZ
3. Nairo Quintana, COL, + 0.12

Gesamtwertung nach 16 Etappen:
1. Tom Dumoulin, NED, in 70:14.48 Stunden
2. Nairo Quintana, COL, + 0.31
3. Vincenzo Nibali, ITA/BAHRAIN MERIDA PRO CYCLING TEAM, + 1.12