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Saisonabschluss in Finale Ligure: MERIDA-Rider Daniel Renz bei der Enduro-WM
Zum Abschluss des Jahres ging es für MERIDA-Rider Daniel Renz zur Weltmeisterschaft nach Finale Ligure (Italien). Der Ort an der ligurischen Küste gilt als Geburtsort des Enduro-Sports und ist einer der absoluten Hotspots in Europa. Das Besondere hier: Das Rennen startet direkt am Meer, neben der Strandpromenade. Von einem Shuttle werden die Rider ins Hinterland und die ersten Höhenmeter hinaufgebracht, bevor der größte Teil der 76 km langen Runde inklusive knapp 2000 Höhenmetern mit eigener Muskelkraft bezwungen werden muss.
Gefahren wurde zum Teil auf bekannten, bestehenden Stages, aber auch auf eigens für die WM neu angelegten Trails. So entstand ein exzellenter Streckenmix. Zum Abschluss wartete der legendäre „DH Men“ – eine super technische Abfahrt mit Blick auf das Meer, von wo aus die Rider an der Strandpromenade zurück in den Ort rollen. Die Veranstalter hatten sich auch diesmal nicht zurückgehalten und präsentierten einen technisch sowie physisch sehr anspruchsvollen Kurs, für den am Renntag knapp 8 Stunden Zeit unterwegs eingeplant waren.
Für so einen langen, harten Tag erwies sich das ONE-SIXTY als das perfekte Bike, denn Mensch und Maschine wurde mal wieder einiges abverlangt. Für Dani war die WM trotz aller Anstrengung „ein schöner Weg, mein Rennsportjahr abzuschließen“. Auch die Stimmung unter den deutschen Fahrern, die eines der größten Teams stellten, war schon vor dem Rennen und im Training bestens. „Der Vibe bei einer Weltmeisterschaft, bei der jeder sein Land vertritt, ist immer etwas Besonderes“, ordnete Daniel die Atmosphäre vor Ort ein. Sein Ziel für das Rennen war klar definiert: das absolut Beste zu geben und die WM-Stimmung in vollen Zügen zu genießen. „Das kann ich als vollen Erfolg verbuchen“, freute er sich im Nachhinein.
So ein langer Tag bietet naturgemäß immer Potenzial für aller allerhand Vorkommnisse. Schon nach der ersten Wertungsprüfung war Dani damit beschäftigt, sein Hinterrad zu flicken – das raue Gelände hatte unbarmherzig zugeschlagen. defekte Speichen raus, Schlauch rein und weiter ging es. Der Rest des Tages verlief zum Glück reibungsfrei, sodass er sich gut durchkämpfen und Gas geben konnte. „Am Ende des langen Tages über die legendäre DH-Men-Strecke an Fans vorbei Richtung Meer zu fahren, ist jedes Mal etwas Besonderes!“, schwärmte Dani über den emotionalen Final-Lauf.
Im Ziel war es schließlich Platz 70. Nicht sein Traumergebnis, aber das stand diesmal nicht im Fokus. Die Umstände in der Zeit vor der WM hatten unserem Rider nur sehr wenig Vorbereitung erlaubt. Damit lag die Priorität darauf, das Beste daraus zu machen und das Jahr mit Freude und einem schönen Rennen zu beenden – was definitiv gelungen ist.
Sein Land bei einer WM zu repräsentieren und am Meer auf exzellenten Trails zu fahren, ist eben immer ein Highlight. Daniel resümierte zufrieden: „Mit diesen Erinnerungen kann es in den Winter gehen.“
Wir gratulieren Daniel zum WM-Finish, entlassen ihn in die verdiente Winterpause und freuen uns bereits ihn 2027 wieder auf den Trails zu sehen!